Was ist Judo?

Kano Jigoro, 1860 - 1938, the founder of modern Judo. See page for author [Public domain], via Wikimedia Commons

Kano Jigoro, 1860 – 1938, the founder of modern Judo. See page for author [Public domain], via Wikimedia Commons

Judo ist eine relativ junge, aus Japan stammende Kampfsportart. Grundprinzip ist es bei maximaler Wirkung und minimalem Kraftaufwand einen Sieg zu erzielen. Kurz gesagt „Siegen durch Nachgeben“. Jigoro Kano, der Begründer des modernen Judo, eröffnete 1882 seine eigene Kampfkunstschule, den Kodokan (jap.: „Ort zum Studium des Weges“). Er nannte seine Kunst Judo. Ju kann sowohl „sanft“ als auch „nachgeben“ bedeuten, das Zeichen Do kann mit „Grundsatz“ oder „Weg“ übersetzt werden. So bedeutet Judo „Der sanfte Weg“ oder „Grundsatz nachgeben“.

Judo ist jedoch nicht ausschließlich als Kampfsportart, sondern auch als Philosophie zur Persönlichkeitsentwicklung zu sehen. So beinhaltet das Kodokan-Judo auch einen philosophischen Ansatz. Es baut dabei auf drei Zielsetzungen auf:

  • Leibesertüchtigung: Verbesserung der Gesundheit und körperlichen Leistungsfähigkeit
  • Kultivierung des Geistes: Ausbildung des Charakters , des Verstandes und der Moral
  • Selbstverteidigung: Sich und andere im Bedarfsfall schützen zu können

Diese Ziele spiegeln sich ebenfalls in Jigoro-Kanos Grundprinzipien wider: Zum einen das „gegenseitige Helfen und Verstehen zum beidseitigen Fortschritt und Wohlergehen“ und zum anderen der „bestmögliche Einsatz von Körper und Geist“.

So ist das allumfassende Ziel diese Prinzipien als Haltung in sich zu tragen und sowohl auf der Judomatte als auch im täglichen Leben zum Ausdruck zu bringen.

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